von Stefanie Tatz

12 Impulse für das Jahr 2018 (Teil 1)

Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!
Jesaja 6,8

Auf eine Kanzel zu steigen, war nicht mein Lebensplan. Vielen, die Diakone und Diakoninnen wurden, ging es wohl ähnlich. In gewisser Weise hat Gott uns überwältigt, als er uns in den Dienst rief. Ebenso war es bei Jesaja. Seine Berufung begann mit einer Gotteserfahrung, die ihn faszinierte und zugleich erschaudern ließ. Die biblischen Berufungsgeschichten beginnen selten mit der Frage: Herr, was kann ich für dich tun? Als einmal einer zu Jesus sagte: „Ich will dir folgen, wohin du gehst.“, reagierte Jesus seltsam barsch:

„Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.“ Dietrich Bonhoeffer schrieb dazu: „Den Wunsch zur Nachfolge kann man Jesus nicht antragen.“ Jesajas Erfahrung zeigt: Berufung beginnt mit Ergriffenheit. Gott hat sich kundgetan, ich habe ein kurzes Aufleuchten seines Glanzes vernommen. Eine heilige Szenerie, die nicht von mir hergestellt werden konnte. Sie geht immer von Gott aus. Heilig wird jemand oder etwas, wenn Gott davon Besitz ergriffen hat. „Hier bin ich!“ Diakon/in wurde ich, weil es Gottes Weg mit mir war.

Thomas Knittel

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